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einem alten Manne auch wohl ansteht; aber es gibt sie noch immer
so gut als zur Zeit, wo deine Alte noch jung gewesen ist. Ich will
mich nicht rühmen, aber mein Vater hat schon manchmal gesagt,
wenn ich so fortfahre, so tue ich noch die Mutter selig durch, und
die ist doch eine berühmte Frau gewesen. So schwere Schweine
wie voriges Jahr hat mein Vater noch nie auf den Markt geführt.
Der Metzger hat ihm manchmal gesagt: er möchte das Meitschi
sehen, welches die gemästet habe. Aber über die heutigen Buben
hat man zu klagen; was um der lieben Welt willen ist dann mit
diesen? Tubaken, im Wirtshaus sitzen, die weißen Hüte auf der
Seite tragen und die Augen aufsperren wie Stadttore, allen
Kegelten, allen Schießeten, allen schlechten Meitschene
nachstreichen, das können sie; aber wenn einer eine Kuh melken
oder einen Acker fahren soll, so ist er fertig, und wenn er ein
Werkholz in die Finger nimmt, so tut er dumm wie ein Herr oder
gar wie ein Schreiber. Ich habe mich schon manchmal hoch
verredet, ich wolle keinen Mann, oder ich wisse dann für gewiß,
wie ich mit ihm fahren könne, und wenn schon hie und da noch
einer ein Bauer abgibt, so weiß man doch noch lange nicht, was er
für ein Mann wird.«
Da lachten die andern gar sehr, trieben dem Mädchen das Blut ins
Gesicht und das Gespött mit ihm: wie lange es wohl meine, daß
man einen auf die Probe nehmen müsse, bis man für gewiß wisse,
was er für ein Mann werde.
So unter Lachen und Scherz nahm man viel Fleisch zu sich,
vergaß auch die Kannenbirenschnitze nicht, bis endlich der ältere
Götti sagte: es dünke ihn, man sollte einstweilen genug haben und
etwas vom Tische weg, die Beine würden unter dem Tische ganz
steif, und eine Pfeife schmecke nie besser, als wenn man zuvor
Fleisch gegessen hätte. Dieser Rat erhielt allgemeinen Beifall, wie
auch die Kindbettileute einredeten, man solle doch nicht vom
Tische weg; wenn man einmal davon sei, so bringe man die
Menschen fast nicht mehr dazu. »Habe doch nicht Kummer,
Base!« sagte der Vetter, »wenn du etwas Gutes auf den Tisch
stellst, so hast du mit geringer Mühe uns wieder dabei, und wenn
wir uns ein wenig strecken, so geht es um so handlicher wieder mit
dem Essen.« Die Männer machten nun die Runde in den Ställen,
taten einen Blick auf die Bühne, ob noch altes Heu vorhanden sei,
rühmten das schöne Gras und schauten in die Bäume hinauf, wie
groß der Segen wohl sein möge, der von ihnen zu hoffen sei.
Unter einem der noch blühenden Bäume machte der Vetter halt
und sagte: da schicke es sich wohl am besten, abzusitzen und ein
Pfeifchen anzustecken, es sei gut kühl da, und wenn die Weiber
wieder etwas Gutes angerichtet hätten, so sei man nahe bei der
Hand. Bald gesellte sich die Gotte zu ihnen, die mit den andern
Weibern den Garten und die Pflanzplätze besehen hatte. Der
Gotte kamen die andern Weiber nach, und eine nach der andern
ließ sich nieder ins Gras, vorsichtig die schönen Kittel in Sicherheit
bringend, dagegen ihre Unterröcke mit dem hellen roten Rande
der Gefahr aussetzend, ein Andenken zu erhalten vom grünen
Grase.
Der Baum, um den die ganze Gesellschaft sich lagerte, stand
oberhalb des Hauses am sanften Anfang der Halde. Zuerst ins
Auge fiel das schöne, neue Haus; über dasselbe weg konnten die
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