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Knechten, und andere mehr saßen auch bei ihnen. Sie wollten da
auf Buchen warten, die von Sumiswald kommen sollten, wollten
ungestört sinnen über ihr Elend, wollten ruhen lassen ihre
zerschlagenen Glieder.
Da kam rasch, daß es fast pfiff, wie der Wind pfeift, wenn er aus
den Kammern entronnen ist, ein Weib daher, einen großen Korb
auf dem Kopfe. Es war Christine, die Lindauerin, des
Hornbachbauren Eheweib, zu dem derselbe gekommen war, als er
einmal mit seinem Herrn zu Felde gezogen war. Sie war nicht von
den Weibern, die froh sind, daheim zu sein, in der Stille ihre
Geschäfte zu beschicken, und die sich um nichts kümmern als um
Haus und Kind. Christine wollte wissen, was ging, und wo sie ihren
Rat nicht dazu geben konnte, da ginge es schlecht, so meinte sie.
Mit der Speise hatte sie daher keine Magd gesandt, sondern den
schweren Korb auf den eigenen Kopf genommen und die Männer
lange gesucht umsonst; bittere Worte ließ sie fallen darüber,
sobald sie dieselben gefunden. Unterdessen war sie aber nicht
müßig, die konnte noch reden und schaffen zu gleicher Zeit. Sie
stellte den Korb ab, deckte den Kübel ab, in welchem das
Hafermus war, legte das Brot und den Käse zurecht und steckte
jedem gegenüber für Mann und Knecht die Löffel ins Mus und hieß
auch die andern zugreifen, die noch speislos waren. Dann frug sie
nach der Männer Tagewerk und wieviel geschaffet worden in den
zwei Tagen. Aber Hunger und Worte waren den Männern
ausgegangen, und keiner griff zum Löffel, und keiner hatte eine
Antwort. Nur ein leichtfertig Knechtlein, dem es gleichgültig war,
regne oder sonnenscheine es in der Ernte, wenn nur das Jahr
umging und der Lohn kam und zu jeder Essenszeit das Essen auf
den Tisch, griff zum Löffel und berichtete Christine, daß noch keine
Buche gepflanzet sei und alles gehe, als ob sie verhext wären.
Da schalt die Lindauerin, daß das eitel Einbildung wäre und die
Männer nichts als Kindbetterinnen; mit Schaffen und Weinen, mit
Hocken und Heulen werde man keine Buchen auf Bärhegen
bringen. Ihnen würde nur ihr Recht widerfahren, wenn der Ritter
seinen Mutwillen an ihnen ausließe; aber um Weib und Kinder
willen müsse die Sache anders zur Hand genommen werden. Da
kam plötzlich über die Achsel des Weibes eine lange schwarze
Hand, und eine gellende Stimme rief: Ja, die hat recht! Und
mitten unter ihnen stand mit grinsendem Gesicht der Grüne, und
lustig schwankte die rote Feder auf seinem Hute. Da hob der
Schreck die Männer von dannen, sie stoben die Halde auf wie
Spreu im Wirbelwinde.
Nur Christine, die Lindauerin, konnte nicht fliehen, sie erfuhr es,
wie man den Teufel leibhaftig kriegt, wenn man ihn an die Wand
male. Sie blieb stehen wie gebannt, mußte schauen die rote Feder
am Barett und wie das rote Bärtchen lustig auf- und niederging im
schwarzen Gesichte. Gellend lachte der Grüne den Männern nach,
aber gegen Christine machte er ein zärtlich Gesicht und faßte mit
höflicher Gebärde ihre Hand. Christine wollte sie wegziehen, aber
sie entrann dem Grünen nicht mehr, es war ihr, als zische Fleisch
zwischen glühenden Zangen. Und schöne Worte begann er zu
reden, und zu den Worten zwinkerte lüstern sein rot Bärtchen auf
und ab. So ein schön Weibchen habe er lange nicht gesehen,
sagte er, das Herz lache ihm im Leibe; zudem habe er sie gerne
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