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mutig, und gerade die seien ihm die liebsten, welche
stehenbleiben dürften, wenn die Männer davonliefen.
Wie er so redete, kam Christinen der Grüne immer weniger
schreckhaft vor. Mit dem sei doch noch zu reden, dachte sie, und
sie wüßte nicht, warum davonlaufen, sie hätte schon viel Wüstere
gesehen. Der Gedanke kam ihr immer mehr: mit dem ließe sich
etwas machen, und wenn man recht mit ihm zu reden wüßte, so
täte er einem wohl einen Gefallen, oder am Ende könnte man ihn
übertölpeln wie die andern Männer auch. Er wüßte gar nicht, fuhr
der Grüne fort, warum man sich so vor ihm scheue, er meine es
doch so gut mit allen Menschen, und wenn man so grob gegen ihn
sei, so müsse man sich nicht wundern, wenn er den Leuten nicht
immer täte, was ihnen am liebsten wäre. Da faßte Christine ein
Herz und antwortete: er erschrecke aber die Leute auch, daß es
schrecklich wäre. Warum habe er ein ungetauft Kind verlangt, er
hätte doch von einem andern Lohn reden können, das komme den
Leuten gar verdächtig vor, ein Kind sei immer ein Mensch, und
ungetauft eins aus den Händen geben, das werde kein Christ tun.
Das ist mein Lohn, an den ich gewohnt bin, und um anderen fahre
ich nicht, und was frägt man doch so einem Kinde nach, das noch
niemand kennt? So jung gibt man sie am liebsten weg, hat man
doch noch keine Freude an ihnen gehabt und keine Mühe mit
ihnen. Ich aber habe sie je jünger je lieber, je früher ich ein Kind
erziehen kann auf meine Manier, um so weiter bringe ich es, dazu
habe ich aber das Taufen gar nicht nötig und will es nicht. Da sah
Christine wohl, daß er mit keinem andern Lohn sich werde
begnügen wollen; aber es wuchs in ihr immer mehr der Gedanke:
das wäre doch der einzige, der nicht zu betrügen wäre!
Darum sagte sie: wenn aber einer etwas verdienen wolle, so
müßte er sich mit dem Lohne begnügen, den man ihm geben
könne, sie aber hätten gegenwärtig in keinem Hause ein ungetauft
Kind, und in Monatsfrist gebe es keins, und in dieser Zeit müßten
die Buchen geliefert sein. Da schwänzelte gar höflich der Grüne
und sagte: Ich begehre das Kind ja nicht zum voraus. Sobald man
mir verspricht, das erste zu liefern ungetauft, welches geboren
wird, so bin ich schon zufrieden. Das gefiel Christine gar wohl.
Sie wußte, daß es in geraumer Zeit kein Kind geben werde in ihrer
Herren Gebiet. Wenn nun einmal der Grüne sein Versprechen
gehalten und die Buchen gepflanzt seien, so brauche man ihm gar
nichts mehr zu geben, weder ein Kind noch was anderes; man
lasse Messen lesen zu Schutz und Trutz und lache tapfer den
Grünen aus, so dachte Christine. Sie dankte daher schon ganz
herzhaft für das gute Anerbieten und sagte: es sei zu bedenken
und sie wolle mit den Männern darüber reden. Ja , sagte der
Grüne, da ist gar nichts mehr weder zu denken noch zu reden.
Für heute habe ich euch bestellt, und jetzt will ich den Bescheid;
ich habe noch an gar vielen Orten zu tun und bin nicht bloß wegen
euch da. Du mußt mir zu- oder absagen, nachher will ich von dem
ganzen Handel nichts mehr wissen. Christine wollte die Sache
verdrehen, denn sie nahm sie nicht gerne auf sich, sie wäre sogar
gerne zärtlich geworden, um Stündigung zu erhalten, allein der
Grüne war nicht aufgelegt, wankte nicht; jetzt oder nie! sagte er.
Sobald aber der Handel geschlossen sei um ein einzig Kind, so
wolle er in jeder Nacht soviel Buchen auf Bärhegen führen, als
man ihm vor Mitternacht unten an den Kirchstalden liefere, dort
wollte er sie in Empfang nehmen. Nun, schöne Frau, bedenke
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